So schlichten Sie Streitigkeiten: Konfliktmanagement durch Mediation im Raum Hannover

Auf unterschiedliche Ansichten und Interessen stoßen wir täglich, in all unseren Lebensbereichen. Diese führen immer wieder zu Konflikten oder münden in einem handfesten Streit. Das ist ganz normal! Unvollständig oder nicht bearbeitete Konflikte beeinträchtigen jedoch das Zusammenleben oder die Zusammenarbeit und führen zu Stress bis hin zu hohen Kosten durch Anwälte und Gerichte bei allen Beteiligten.

Die von außenstehenden Dritten begleitete Mediation kann dabei helfen, den Konflikt autonom und erfolgreich zu lösen. Als zertifizierte Mediatorin und Mental-Coach zeige ich Ihnen, was Sie über diese Art des Konfliktmanagements wissen sollten. Meine Angebote der Mediation richten sich an Betroffene in Wennigsen, Barsinghausen, Pattensen, Springe, Gehrden und Ronnenberg sowie in der ganzen Region Hannover.

Was ist Mediation? Die Definition

Die Mediation beschreibt ein außergerichtliches Verfahren zur Konfliktbewältigung. Wichtig für die Mediation sind diese drei Attribute, die zwingend zutreffen müssen: freiwillig, strukturiert und konstruktiv. Den Prozess zur Lösungsfindung begleiten unabhängige, allparteiliche Personen – sogenannte Mediatoren.

Die Mediation und ihre Bedeutung

Mediation bedeutet Vermittlung. Anstelle einer Entscheidung durch einen Dritten – meist einen Richter – erarbeiten Sie selbst gemeinschaftlich mit der anderen Konfliktpartei unter der Führung eines neutralen Dritten (Mediatorin/Mediator) konstruktiv eine Lösung für Ihren Konflikt.

Mediation bedeutet, Streitigkeiten anders zu lösen – und zwar so, dass am Ende eine Win-win-Situation für beide Seiten entsteht. Es geht darum, gangbare, kooperative Lösungsmöglichkeiten aufzustellen.

Was sind die Merkmale und Grundsätze der Mediation?

Zusammengefasst lassen sich einige Grundsätze für die Mediation benennen. Darüber hinaus gibt es von der Europäischen Union sogar einen freiwilligen Verhaltenskodex für Mediatoren.

Die Mediation…

  • geschieht freiwillig.
  • basiert auf Vertraulichkeit.
  • ist strukturiert.
  • erfolgt ergebnisoffen.

Die Mediatoren…

  • agieren allparteilich und unabhängig.
  • verpflichten sich auf die Bedürfnisse beider Seiten gleichberechtigt
  • klären die Betroffenen vollständig und transparent über das Verfahren auf.
  • achten auf einen fairen Umgang.

Die Konfliktparteien…

  • handeln eigenverantwortlich.
  • müssen eine konstruktive Lösung
  • definieren selbst Ergebnisse.

Was macht ein Mediator/ eine Mediatorin?

Wer sagt, er sei Mediator oder Mediatorin, erntet nicht selten Blicke, in denen ein großes Fragezeichen aufblitzt: Was ist ein Mediator und was genau macht er oder sie? Die Mediator-Definition besagt, dass es sich um eine neutrale und unabhängige Person ohne die Befugnis Entscheidungen zu treffen handelt. Anders zum Beispiel ist es beim Schiedsrichter, der über Entscheidungskompetenzen verfügt und auch konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet. Die Aufgabe von Mediatoren ist die Führung der Parteien durch die Konfliktbeilegung.

Mediatoren sorgen für einen sicheren und geschützten Rahmen, einen neutralen Ort in angenehmer ruhiger Atmosphäre. Sie haben kein eigenes Interesse an einem bestimmten Konfliktausgang, keine Lösung. Das bedeutet, jeder Mediator und jede Mediatorin ist allparteilich, setzt sich für die Interessen und Bedürfnisse aller Konfliktparteien ein.

Mediator*innen sind verantwortlich für den Verlauf oder die Strukturierung des Mediationsgesprächs – nicht für mögliche Lösungen. Zum Beispiel achten sie darauf, dass die Konfliktparteien die Gesprächsregeln einhalten. Lösungen erarbeiten ausschließlich die Betroffenen! Mediator*innen gleichen unter Umständen ein entstehendes Machtgefälle aus. Sie unterstützen die Beteiligten sich über ihre Interessen, Gefühle und Bedürfnisse klar zu werden sowie gegenseitiges Verständnis zu bekommen.

Diese Fähigkeiten erlernen Mediatoren übrigens im Rahmen einer zertifizierten Mediatoren-Ausbildung. Um Konfliktbeilegungen durch Mediation in meiner Heimat rund um Wennigsen für alle im Prozess Beteiligten erfolgreich anbieten zu können, habe ich im Laufe der Jahre einige Aus- und Weiterbildungen sowie Zusatzqualifikationen absolviert.

In welchen Bereichen und Gebieten wird Mediation eingesetzt?

Es gibt wohl kaum ein Anwendungsfeld, indem das Mediationsverfahren nicht dazu beiträgt, Meinungsverschiedenheiten oder Knatsch beiseite zu legen. Von der Familie über das Bauwesen, den Schulsektor oder den Bereich der Telekommunikation bis hin zur Unternehmensnachfolgeregelung: Überall dort, wo interpersonale Konflikte entstehen, kann die Mediation wertvolle Arbeit leisten. Sie ist damit fachübergreifend.

Egal in welchem Gebiet wir uns bewegen, gibt es einen Kriterien-Katalog, in dem möglichst viele Aspekte auf die zu schlichtende Situation zutreffen sollten. Dann sind die Chancen auf eine erfolgreiche Streitlösung im Sinne aller Beteiligten am größten.

Dazu gehört beispielsweise, dass den Betroffenen bewusst ist, dass ein Konflikt existiert, und dass es ihnen am Herzen liegt, eigenverantwortlich zu einer fairen Lösung statt bloß zu ihrem Recht zu kommen. Ein weiteres Kriterium ist, dass die Konfliktpartner in irgendeiner Beziehung zueinander stehen und auch künftig noch Kontakt haben (müssen). Die Parteien wollen einen Rechtsstreit – meist eine langwierige und teure Angelegenheit – umgehen.  Von Vorteil ist es, wenn keine großen Machtunterschiede bestehen.

Mediation im Privatleben

Wir erleben ein harmonisches Zusammenleben durch gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung und konstruktive Auseinandersetzung. Wenn wir Konflikte, die durch unterschiedliche Wahrnehmungen und Sichtweisen entstehen, nicht vollständig oder gar nicht bearbeiten, führt das unausweichlich zur Eskalation.

Bei einer Mediation erhalten beide Parteien die Möglichkeit, ihre Sicht auf den Konflikt zu schildern. Am Ende des Prozesses finden Sie gemeinsam eine kreative Lösung oder Regelung für den aktuellen Konflikt und vereinbaren, welches Verhalten sie sich in der Zukunft voneinander wünschen. Es kommt zu einer Win-win-Lösung für alle Beteiligten.

Zur Mediation im Privatleben zählen zum Beispiel die Paarmediation, Familienmediation, Nachbarschaftsmediation, Scheidungsmediation, Mediation in Generationskonflikten und Erbschaftsmediation.

Mediation in Unternehmen und Organisationen

Innerbetriebliche Konflikte zu managen und zu lösen, sollte im Interesse aller Beteiligten sein. Denn ein erfolgreiches Unternehmen braucht zufriedene, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter ebenso wie eine offene und respektvolle Kommunikationskultur. Häufig vermischen sich Sach- und Beziehungsebene, dadurch wird ein Konflikt schnell persönlich.

Als Mediatorin aus der Region Hannover unterstütze ich Ihre Mitarbeiter dabei, Klarheit darüber zu erhalten, wo diese Konflikte auf der Sach- oder Beziehungsebene bestehen. In einem Mediationsgespräch bekommt jede Seite die Gelegenheit, ihre Sicht des Konfliktes darzustellen, wie sie sich die Zusammenarbeit vorstellt und was ihr dabei bislang gefehlt hat. Zum Abschluss vereinbaren die Konfliktparteien verbindliche Lösungen, zum Beispiel welche Abläufe für eine reibungslose Zusammenarbeit ab jetzt wichtig sind.

Mit einer raschen Konfliktlösung durch eine Mediation schonen Sie die Ressourcen Ihres Unternehmens. Sie erreichen eine nachhaltig erfolgreichere interne und externe Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und mit Ihren Kunden.

Wie funktioniert eine Mediation und wie läuft ein Mediationsverfahren ab? Die Phasen der Mediation

Am Ende eines Konfliktmanagements steht die Lösung. Bis dahin ist es manchmal ein langer Weg, den ganz verschiedene Konzepte ebnen. In den meisten Fällen, so wie bei meinen Mediationen für den Großraum Hannover, unterteilt sich das Verfahren in vier Phasen.

Phase I: Der Konflikt, Einleitungsphase

Die Mediatoren sorgen für einen sicheren Rahmen, Vertraulichkeit und klären den Zeitrahmen mit den Konfliktparteien. Der Ablauf und die Aufgabe der Mediatoren sowie die Regeln werden dargelegt: Die Mediatoren holen die Zustimmung zu konstruktiver Mitarbeit ein, die Konfliktparteien lassen einander aussprechen und es gibt keine Beleidigungen oder Handgreiflichkeiten.

Eine Mediation kann nur erfolgreich durchgeführt werden, wenn alle beteiligten Konfliktparteien freiwillig da sind und an einer Beilegung des Konfliktes interessiert sind.

Phase II: Die Sichtweisen austauschen

Jede Konfliktpartei erhält Gelegenheit und Raum, die eigene Sichtweise des Problems darzustellen. Erst wenn eine Person ihren Redefluss beendet hat, kommt die andere an die Reihe. Die Mediatoren fassen zusammen, stellen gegebenenfalls Verständnisfragen, konstatieren Gemeinsamkeiten oder Unterschiede, benennen Konfliktpunkte und ordnen sie.

Phase III: Konflikterhellung/ Vertiefung

Die Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche jeder Konfliktpartei werden herausgearbeitet. Ziel ist eine tiefgehende Selbstklärung, das Verstehen der jeweils anderen Sichtweise und ein einfühlendes Verständnis. Die Mediatoren unterstützen die direkte Kommunikation und bei der Formulierung von Ich-Botschaften sowie Wünschen und erfragen die Reaktionen der anderen Seite.

Phase IV: Die Lösung

Lösungsideen werden gemeinsam entwickelt und gesammelt, Vor- und Nachteile aufgeführt und eventuell Sachinformationen hinzugezogen. Eine Lösung finden immer die Konfliktparteien selbst – nicht die Mediatoren. Die Schritte zur Umsetzung legen die Betroffenen gemeinsam fest.

Die Vermittler halten alle Vereinbarungen oder Absprachen, die zur Verwirklichung der Lösung nötig sind, schriftlich fest. Zum Schluss vereinbaren die Beteiligten Termine für ein Nachtreffen oder Telefonat, um zu reflektieren und zu überprüfen, wie die Umsetzung läuft.

Welche Vorteile hat die Mediation?

Wenn akute Streitigkeiten damit enden, dass sich die Betroffenen gleichermaßen gehört, verstanden und respektiert fühlen, weil eine für alle passende Lösung erarbeitet wurde, ist dies wohl der größte Trumpf der Mediation. Das spart Zeit, Ärger und nicht zuletzt auch Kosten.

Die Vorteile der Mediation im Überblick:

  • Einigung ohne gerichtliche Beteiligung
  • zügige Lösungsfindung
  • ein Ergebnis, das alle Parteien zufriedenstellt
  • neue Kraft für wichtigere Dinge
  • nachhaltige Wirkung

5 Tipps, die jede Kommunikation verbessern

Was ist wohl der häufigste Grund, der Missverständnisse hervorruft? Fehlende Kommunikation! Ob am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld: Wenn kommunikative Aspekte fehlschlagen, wird eine neutrale Vermittlung meist unumgänglich. Hier 5 Tipps, wie sie mit der passenden Wortwahl Konflikte besänftigen. Für tiefergehende Beratungen kontaktieren Sie mich gern jederzeit.

  • Drücken Sie sich präzise
  • Konkretisieren Sie Ihre Fragen (z.B. mit dem Wörtchen „genau“: „Was genau hat Sie an dem Verhalten gestört?“).
  • Vermeiden Sie Pauschalisierungen und Vermutungen.
  • Erkundigen Sie sich nach den Wünschen.
  • Fragen Sie nach Interessen oder Gründen, die hinter dem Ziel

Ein Mediations-Beispiel

Wann ein Mediator oder eine Mediatorin eingreift und in welchen Bereichen eine Mediation sinnvoll ist, kann sich vermutlich nicht jeder vorstellen. Am besten greifbar wird das Konfliktmanagement anhand eines ganz konkreten Beispiels für die Mediation, wie es sich auch schon hier bei mir in der Umgebung von Hannover abgespielt hat.

Der Nachbarschaftsstreit

Herr A und Frau B sind Nachbarn. Herr A hat zwei Hunde und ist den ganzen Tag beruflich unterwegs. Er geht mit seinen Hunden zweimal am Tag spazieren. Während des Tages sind die Hunde gewöhnlich im Haus, abends im Garten.

Zweimal sind die Hunde schon durch den Zaun in den Garten der Nachbarin gelaufen. Frau B beklagt sich wegen des Hundegebells und weil die Hunde ihren Kindern Angst einflößen und die Blumen in ihrem Garten kaputtmachen.

Nun haben sich die Hunde ein weiteres Mal durch den Zaun gearbeitet und sind wieder in den Garten von Frau B gelaufen. Frau B möchte nun die Polizei und einen Rechtsanwalt einschalten. Ein guter Freund hat ihr geraten, eine Klärung in einer Mediation zu versuchen.

Was kostet eine Mediation?

In den meisten Fällen berechnet sich die Vergütung auf Stundenbasis, dabei teilen sich in der Regel die Konfliktparteien die entstehenden Kosten. Ein pauschal gültiger Satz lässt sich nicht nennen, da dieser je nach Fall – und Umfeld der Betroffenen – mitunter stark schwanken kann. Die Preisspanne reicht von unter 100 Euro bis hin zu mehreren Hundert Euro je Stunde, zum Beispiel wenn es um komplexe Wirtschaftsfälle geht.

Jeder Konflikt ist unterschiedlich. Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, lässt sich daher am besten im persönlichen Gespräch klären. Ich kann auf langjährige Erfahrung als Coach, Kommunikationstrainerin und Mediatorin in Hannover, Wennigsen, Barsinghausen, Pattensen, Springe, Gehrden und Ronnenberg zurückgreifen. Hier geht’s direkt zu meinen Kontaktdaten.